Getragen von glorreicher Historie 1.CfR Pforzheim feiert im Jahre 2021 sein 125. Vereinsjubiläum

2010 entstanden aus der Fusion zwischen dem 1896 gegründeten 1. FC Pforzheim sowie dem ein Jahr darauf 1897 ins Leben gerufenen VfR Pforzheim feiert der größte und älteste Fußball-Club der Goldstadt heuer sein 125-jähriges Bestehen. Die Corona-Pandemie hat – wie vielerorts – einer ganz großen Sause aus diesem Anlass einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gleichwohl ist man sich in der Dreitäler-Stadt der Bedeutung des Traditionsvereines in der Region sowie innerhalb der nationalen Historie durchaus bewusst.

In erster Linie das Geschehen beim bis 2010 bestehenden 1. FC Pforzheim setzte dabei viele Duftmarken.

Dass sich innerhalb der Schar von bewegungshungrigen jungen Männern gegen Ende des 19.Jahrhunderts, welche zu Gründern des „Club“ gehörten, zahlreiche Ausländer befanden, zeugte von gehörigem Maß an Weltoffenheit in der Schmuckstadt: Strub aus Basel, Degallier aus Lausanne, Grandjean aus Le Locle, Petite aus Genf sowie Davidsdon und Hirsch aus St. Petersburg waren im April 1896 und danach bei der Gründung des 1. FC Pforzheim auf dem Gelände an der Radrennbahn im Würmtal mit am Ball. Sportliche Erfolge auf dem grünen Rasen ließen danach nicht lange auf sich warten. Bereits nach zehn Jahren avancierte der Goldstadt-Verein 1906 nach 1:2-Finalniederlage in Nürnberg gegen VfB Leipzig zum deutschen Vizemeister. Und ein Jahr darauf rief der FCP als erster deutscher Verein mit der „Sängerlust“ die Gesangsabteilung bei einem Fußballverein ins Leben.

Über Stationen wie die Weiherweisen und das Commonsche Gelände fand der 1. FC Pforzheim letztlich im Jahre 1913 seine Heimat im Brötzinger Tal. An jener Stätte trugen bis 1933 mit Erich Fischer nicht weniger als 13 Kicker das deutsche Nationaltrikot – darunter Arthur Hiller als Kapitän der Nationalelf während deren Premiere 1908 in der Schweiz (3:5). Beim späteren Partner VfR Pforzheim, der 1897 aus der Taufe gehoben wurde, folgten etliche Jahrzehnte darauf als namhafte Aushängeschilder einige Amateur-Auswahlspieler: Edgar Schneider (72), noch heute in der sportlichen Leitung als CfR-Funktionär in Aktion, ragte hierbei - nach dessen Aktivität beim FC Bayern München zu Beginn der 1970er Jahre – besonders heraus.